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Sprachstörungen (Aphasie) bei Erwachsenen 

Gesellschaftliches Leben ist geprägt durch Kommunikation. In der Familie, im beruflichen Leben oder in der Freizeit benötigen wir ständig Sprache. Der Verlust der Sprache stellt damit eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Betroffene können sich nicht mehr in gewohnter Weise an Gesprächen beteiligen, die Zeitung/Bücher lesen oder Berichten aus den Medien folgen. Alle Bereiche der Sprache, d.h. Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben, können beeinträchtigt sein.

Durch eine logopädische Therapie soll dem Patienten die Bewältigung von Gesprächssituationen wieder ermöglicht werden.

Woran kann man Störungen der Sprache erkennen?

Störungen der Lautsprache:

  • Wörter können nicht mehr abgerufen werden (Wortfindungsstörung)
  • Es werden unpassende Wörter benutzt (Störung der Wortwahl)
  • Wörter sind verändert oder gar nicht mehr verständlich
  • Telegrammstil
  • Satzabbrüche oder fehlerhafte Satzbildung (Störung der Grammatik)
  • Verständnisprobleme
  • Sprechanstrengung
  • Häufiges Wiederholen von Silben, Wörtern oder Floskeln (automatisierte Sprache)

Störungen der Schriftsprache:

  • Gelesenes wird nicht mehr verstanden
  • Lautes Lesen ist durch viele Fehler gekennzeichnet
  • Schreiben ist nur noch fehlerhaft oder gar nicht mehr möglich

Was sind die Ursachen für Aphasien?

  • SchlaganfallSchädel-Hirn-Trauma
  • Hirntumor
  • Entzündliche Prozesse des Gehirns
  • Degenerative Prozesse (Demenz, z.B. Alzheimer)

Wie werden Sprachstörungen behandelt?

Die Erstversorgung und anschließende Rehabilitation erfolgt stationär in Kliniken und neurologischen Rehabilitationseinrichtungen.

In der anschließenden ambulanten logopädischen Therapie erfolgt auf der Basis einer gezielten Diagnostik eine individuelle Sprachtherapie. Neben der Angehörigenberatung werden die sprachlichen und kommunikativen Fähigkeiten des Patienten so weit wie möglich ausgebaut und wiederhergestellt.